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Das war das Ultra- & Staffel-Event

Sonntagmorgen, 06.58 Uhr in Finkenwerder: Pünktlich geht die erste Ultraläuferin auf die Strecke. Christina Brockmann (Heidjer Cross Runners) ist eine von sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmern, welche den Grünen Ring alleine unter die Füße nehmen möchten. Vor ihnen liegen 97 Kilometer unterschiedlichster Flora und Fauna. Mit Trinkrucksack, Gels und Snacks bewaffnet ziehen sie los, um einen ganzen Tag zu laufen. Unter ihnen befindet sich auch Marcel Schlag, welcher die Etappenwertung von RUN THE RING bisher anführt. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit von 15,44 km/h wird er in der Ultraversion sicherlich nicht wiederholen können, aber das hier ist ein Marathon und kein Sprint. Naja, es sind eher 2½ Marathons.

Um 8.45 Uhr verabschiedet sich auch der erste Staffelläufer von seinem Team und geht auf die Strecke. Diese sind mit 2 bis 10 Läufern unterschiedlich stark. Die Route führt aus Hamburgs Westen in Richtung Süden. Besonders der zweite Abschnitt in Harburg ist gleich eine ordentliche Nuss, befinden sich hier die größten Höhenunterschiede auf der gesamten Strecke.

Zeitsprung 10.45 Uhr: Christina Brockmann ist weiterhin flott mit ca. 3 km Vorsprung auf den Zweiten an der Spitze unterwegs. Zu flott vielleicht: Bei Kilometer 37 passiert sie den ersten von drei Verpflegungspunkten noch bevor die Crew Stellung bezogen hat. Das ist aber weniger problematisch, wird sie von ihrer Fahrradbegleitung unterwegs verpflegt. Parallel beginnen die Staffeln allmählich das Feld von hinten aufzuräumen. Das war zu erwarten. Gelegentliches Verlaufen gehört natürlich auch dazu, was für einen Ultraläufer schwerer wiegt. Für Favorit Marcel Schlag endet das Rennen nach 43 km. Nach eigenen Aussagen hat er sich etwas im Tempo übernommen. Er sollte nicht der Letzte bleiben. Für Paul Bolko ist ebenfalls nach 63 km Schluss.

Im Norden liegt das Teilnehmerfeld schließlich immer näher beisammen: Die Systematik der Starts nach Paces geht voll auf. Mittlerweile ist auch nur noch ein Viertel der Strecke zu absolvieren. Teilnehmer der Bramfelder Winterlaufserie sowie dem Int. Airport Race sollten diese Teilstrecken bekannt vorkommen, teilt sich der Grüne Ring mit den Traditionsveranstaltungen einige Abschnitte. Das 360° Health Lab Team II lässt hier das Team Accenture Interactive stehen, rund 8 km weiter hinten machen die GdC Brasileiros de Alster dasselbe mit den Hamburger Laufschnecken.

Am Ende des Volksparkes findet das letzte Überholmanöver statt. Hier bekommt Max Teichert (Triabolos Triathlon Hamburg) noch Christian Decker. Christina Brockmann befindet sich währenddessen bereits 6 km vor der Ziellinie. Teichert kommt zwar noch etwas heran, aber um kurz nach 18.00 Uhr erreicht mit der zuerst gestarteten Brockmann der erste Teilnehmer das Ziel in Teufelsbrück. Innerhalb von knapp 2 Stunden trudeln auch die restlichen Staffeln und Ultras ein, wo das Rennen auf der anderen Elbseite vor über 11 Stunden begonnen hatte. Bei einigen Bieren und Snacks sowie dem Sonnenuntergang im Hintergrund lässt man hier den Veranstaltungstag ausklingen.

Ergebnisse Ultra

  1. Max Teichert, Triabolos Triathlon Hamburg, 8:44:57 (11,19 km/h)
  2. Christian Decker, Altona, 10:50:40 (9,02 km/h)
  3. Christina Brockmann, Heidjer Cross Runners, 11:17:23 (8,67 km/h)
  4. Ragnar Toerber, Altona 93, 11:33:00 (8,47 km/h)

Ergebnisse Staffel

  1. GdC Brasileiros de Alster, 8:34:37 (11,41 km/h)
  2. Revival Runners, 8:58:27 (10,91 km/h)
  3. 360° Health Lab Team II, 9:00:57 (10,85 km/h)
  4. Accenture Interactive, 9:56:58 (9,84 km/h)
  5. 360° Health Lab Team III – Ultra, 10:12:18 (9,59 km/h)
  6. 360° Health Lab Team I, 10:35:28 (9,24 km/h)
  7. Hamburger Laufschnecken, 10:41:21 (9,15 km/h)
  8. Trioletten & Friends, 11:52:41 (8,24 km/h)

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