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(Hochleistungs-) BARMER Alsterlauf mit doppeltem Streckenrekord, deutscher Altersklassenbestzeit und neuem U23/U20 Elite-Lauf

Rekorde mit Ansage: Bei rekordfreundlichem Wetter (wenig Wind, blauer Himmel, nicht zu warm) fielen heute beim 34. BARMER Alsterlauf beide Streckenrekorde: Calistus Kimtai Kitoo (Kenia) unterbot mit 28:10 die alte Bestmarke (Kalipus Lomwai, 2016) um fünf Sekunden. Ebenso lagen der Zweit- und Drittplatzierte Geoffrey Kipsang Kiboy und Philimon Kipkorir Maritim (ebenfalls beide Kenia), die Kitoo mit 28:11 bzw. 28:13 auf der Zielgeraden Ballindamm fast noch den Gesamtsieg abgenommen hätten, unter der alten Bestmarke. Insgesamt blieben sechs Läufer unter der 30-Minuten-Marke, die ersten fünf von ihnen aus Kenia.

Haftom Welday (Hamburger Laufladen) wurde mit 29:28 Gesamtsechster. Auch das ist ein Rekord, denn er wurde damit schnellster Hamburger (HLV-) Vereinsläufer der Veranstaltungsgeschichte (zuvor Arne Gabius in 29:44, 2002, welcher damals für die LAV Hamburg-Nord startete). „Nebenbei“ wurde Welday schnellster Deutscher und Hamburger Meister – nur eine Woche (!) nachdem er in Budapest bei der Marathon-Weltmeisterschaft in 2:11:25 für Deutschland den fünfzehnten Platz belegte. Dass er zum ersten Mal seit der Alsterlauf-Premiere 1990 einen deutschen Gesamtsieg erlaufen würde, war in Anbetracht des starken internationalen Feldes und seiner Marathon-müden Beine nicht allzu wahrscheinlich gewesen (2021 holte Yannick von Soosten in einem Rennen ohne internationale Beteiligung den Sieg).

Purity Kajuju Gitonga, mit ihrer Zwillingsschwester Caroline Makandi Gitonga ebenfalls für den Gesamtsieg und die Verbesserung ihres eigenen Streckrekordes aus dem Vorjahr (31:14) favorisiert, war erneut in Top-Form, lief auch Rekord und verbesserte ihn sogar recht deutlich auf 30:57, gefolgt von ihrer Zwillingsschwester auf Platz 2 – ganz ihren Startnummern entsprechend.

34-mal Alsterlauf, und nicht einmal hatte es während des Rennens geregnet. Das ist aber eine der wenigen Konstanten des Laufs. Selbst die Strecke ändert sich fast jährlich, wenn auch nur in Details und für die Teilnehmenden oft kaum wahrnehmbar. Um die sehenswerte Außenalster herum geht es immer. Aufgrund gleich zwei neuer 5 km Läufe gab es jedoch Verschiebungen der Laufstrecke um wenige Meter – und in der Folge die Notwendigkeit, im Vorfeld alles erneut zu vermessen und das Vermessungsprotokoll neu einzureichen, um weiterhin national wie international besten­listen­tauglich zu bleiben.

Exakt vermessen wie der 10er ist der neue R5K-Elitelauf für die Jahrgänge 2001-2007 (alias U20 und U23) ebenfalls. Eine Talentschmiede war der BARMER Alsterlauf mit seinem Schülerlauf schon immer, aber diese neue eingeführte Rennserie von den German Road Races (GRR) und dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) richtet sich speziell an den schnellen deutschen U20/U23-Nachwuchs über 5 km. Sie besteht in diesem Jahr aus vier Veranstaltungen (Hannover, Paderborn, dem 5er beim Alsterlauf und einem Finale beim BMW BERLIN-MARATHON). Es gibt Preisgelder!

Die 5 km Runde verläuft um die Binnenalster rechtsherum und ist wie der 10er komplett asphaltiert. Dass die Serie deutschlandweit von Interesse ist, verrät der Blick in die Ergebnisliste: Gerade einmal drei Hamburger:innen finden sich in der Ergebnisliste unter den ansonsten auswärtigen Teilnehmenden. Jan Eric Büsing (hamburg running, 14:54) konnte sich hinter Sieger Sven Wagner (Königsteiner LV, 14:50) und sehr knapp vor Tristan Kaufhold (SSC Hanau Rodenbach, 14:55) einen zweiten Platz sichern und bei den Frauen wurde Sonja Lindemann (LG Wedel-Pinneberg) in 17:06 recht deutlich hinter Linda Meier (LAC Passau, 16:32) und Kiara Nahen (LC Paderborn, 16:34) Dritte, welche die Plätze 1 und 2 unter sich ausmachten.

Einige weitere Notizen:

  • Die 3.571 Meldungen machten den Alsterlauf auch bei seiner 34. Auflage nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ, erneut groß. Sieben Minuten dauerte es, bis das 10er Starterfeld komplett die Startlinie überquert hatte.
  • Svenja Pingpank, schnellste Deutsche, lief in 33:51 neue persönliche Bestzeit.
  • Miguel Molero-Eichwein (Spiridon Schleswig), war erneut in Rekordlaune. Nachdem er am 5. März den Schleswig-Holsteinischen Senioren-Landesrekord der M55 auf 33:41 verbesserte, legte er diesmal deutlich nach und verkürzte nochmal auf 32:22 – und sicherte sich damit auch die deutsche Altersklassenbestzeit (zuvor: Günter Mielke in 32:48 Min. vor 26 Jahren)! Und das alles, nachdem er sich vor drei Wochen bei der Nacht der Zehner schon den 10000m-Bahn-Rekord der M55 geholt hatte. Chapeau!
  • Erneut ist der BARMER Alsterlauf Auftakt zum Hamburger Laufcup. In Führung setzten sich Simon Bong (Brühler TV 1879) in 30:55 und Cara-Lavinia Sonneborn (Laufwerk Hamburg e.V.) in 41:54 (netto). Es folgen als 2. und 3. Wertungslauf das 40.(!) Int. Airport Race am Sonntag (10. September) und der 32. Volkslauf durch das schöne Alstertal am 24. September.

Ergebnisse

10 km Gesamtwertung (Bruttozeiten)

Männer

  1. Calistus Kimtai Kitoo (KEN), 28:10
  2. Geoffrey Kipsang Kiboy (KEN), 28:11
  3. Philimon Kipkorir Maritim (KEN), 28:13
  4. Vincent Kimutai Towett (KEN), 28:24
  5. Joseph Kamau Githakwa (KEN), 28:47
  6. Haftom Welday, Hamburger Laufladen, 29:28 (schnellster Deutscher & Hamburger Meister)

Frauen

  1. Purity Kajuju Gitonga (KEN), 30:57
  2. Caroline Makandi Gitonga (KEN), 31:15
  3. Morine Gesare Michira (KEN), 32:31
  4. Valentine Jebet (KEN), 33:16
  5. Addisalem Sleshi Alemu (ETH), LG TELIS FINANZ Regensburg, 33:27
  6. Svenja Pingpank, Hannover Athletics, 33:51 (schnellste Deutsche)
  7. Hanna Tempelhagen, SCC Berlin, 36:09
  8. Caroline Balduhn, Turnerbund Hamburg Eilbeck, 36:23 (Hamburger Meisterin)
Hamburger Meisterschaften Einzelwertung (Bruttozeiten)

Männer

  1. Haftom Welday, Hamburger Laufladen, 29:28
  2. Olof Simann (SWE), Turnerbund Hamburg Eilbeck, 31:08
  3. Christian Hiller, Turnerbund Hamburg Eilbeck, 31:58

Frauen

  1. Caroline Balduhn, Turnerbund Hamburg Eilbeck, 36:23
  2. Julia Franke, LT Haspa Marathon Hamburg, 36:38
  3. Mareike Seib, LT Haspa Marathon Hamburg, 37:58
Hamburger Meisterschaften Mannschaftswertung (Nettozeiten)

Männer

  1. Turnerbund Hamburg Eilbeck (Olof Simann, Christian Hiller, Monier Rauter)
    1:36:21
  2. hamburg running (Tobias Middendorf, Gerrit Kröger, Henrich Kolkhorst)
    1:38:10
  3. LT Haspa Marathon Hamburg (Benjamin Franke, Nils Wax, Frederik Schermuly)
    1:40:08

Frauen

  1. Turnerbund Hamburg Eilbeck (Caroline Balduhn, Josta Benecke, Katharina Nüser)
    1:52:19
  2. LT Haspa Marathon Hamburg (Julia Franke, Mareike Seib, Dorottya Frahm [HUN])
    1:52:51
  3. hamburg running (Wiebke Kleinwächter, Lola Hanisch, Luisa Pax)
    2:06:29
R5K – Elite U20/U23 (Bruttozeiten)

Männer

  1. Sven Wagner (MU23), Königsteiner LV, 14:50
  2. Jan Eric Büsing (MU23), Hamburg Running, 14:54
  3. Tristan Kaufhold (MU20), SSC Hanau Rodenbach, 14:55

Frauen

  1. Linda Meier (WU20), LAC Passau, 16:32
  2. Kiara Nahen (WU23), LC Paderborn, 16:34
  3. Sonja Lindemann (WU20), LG Wedel-Pinneberg, 17:06
5 km (Bruttozeiten)

Männer

  1. Volker Goineau (FRA), 16:27
  2. Jannis Kellermann, Turnerbund Hamburg Eilbeck, 16:42
  3. Ildar Würth, adidas Runners Hamburg, 17:44

Frauen

  1. Josephine Beneke, LG Kreis Verden, 19:55
  2. Hannah Trunk, Freiburg, 22:42
  3. Daniela Beubler, Hamburg, 23:09

Zu den vollständigen Ergebnislisten (inkl. Hamburger Meisterschaften Senioren) bitte hier entlang.

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