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Frühlingserwachen, Inselkönigin mit Heldenstatus, Entscheidungen in letzter Minute

Nach dem Winter kommt der Frühling: Bei bis zu 16° und Sonnenschein lockte der Finallauf der 33. Bramfelder Winterlaufserie so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer an wie zuletzt der Abschluss der Saison 2018/2019. Ein gutes Zeichen! Endlich wieder „in kurz“ laufen! Auch die Natur am Bramfelder See erwachte. An de, Ostende waren die Wildgänse lauter als die Läufer:innen.

Das Finale sollte ein Rennen der Entscheidungen in letzter Minute werden. Wer würde sich wann in welcher Wertungskategorie platzieren? Nettozeitnahme, offenes Startfenster mit Spätstart-Möglichkeit, fliegender Wechsel der Wertungsklasse – „Ich lauf‘ heute noch eine Runde mehr, dann rücke ich in die 80 km Wertung auf!“, „Hmm, wenn die vor mir heute eine Runde mehr läuft, rücke ich in meiner Wertung einen Platz auf!“ – machten das Ganze wortwörtlich bis zur letzten Minute vor der Siegerehrung spannend.

Spannend war schon der Start. Drei Junioren platzierten sich in der vordersten Reihe. „Wollt Ihr also ganz vorne mitlaufen?“, „Nee, eigentlich nicht…“. Doch nach dem Start ging es zur Sache. Klar, ein paar sehr schnelle Läufer:innen überholten, aber Kamila Zabusova (U16!) aus dem Trio war beim ersten Rundenwechsel die zweitschnellste Frau (in sehr ordentlichen 18:42), hinter Lene Marlin Löwe (18:12), als U18erin ebenfalls ein Nachwuchstalent. Die allerschnellste erste Runde des Laufs lieferte Philipp Grotrian (M20) in 15:18 ab. Nachwuchs hat in Bramfeld Tradition!

Zabusova war aber anders als Löwe Teilnehmerin der Serienwertung über 20 km, welche die Ukrainerin deutlich vor Katharina Josenhans gewann. Bei den Männern wurde Finn Freitag (M20) schnellster „Seriensprinter“ vor Robert Steiner. Beim dritten Platz gab es eine der genannten Entscheidungen in letzter Minute: Aron Altinger hatte die Spätstarter-Möglichkeit intensiv genutzt und war erst nach einer Stunde auf die Runde gegangen. Um 11.00 Uhr, als ursprünglich die Siegerehrung angesetzt war, war noch nicht ganz klar, ob er womöglich den bisherigen Dritten der Wertung einholen würde. Die Ehrung verschob sich ein paar Minuten und das nicht umsonst! Er hatte sich tatsächlich auf Platz drei vorgeschoben und konnte mit auf‘s Siegerpodest. Übrigens, für Kenner:innen der Veranstaltung, die schon länger nicht mehr dabei waren: Dieses Podest steht jetzt auf dem Schulcampus in der Sonne und ersetzt die alte „Steilshooper Betonsiegtreppe“ im Schatten der Sporthalle-

Auch in der Serienwertung über 60 km standen bei den Männern die Sieger erst ganz zum Schluss fest. Und vor dem Lauf machte sich die dann Drittplatzierte Claudia Hollingshausen Gedanken, ob sie durch einen Wertungswechsel auf dem Podest landen würde. Ja, tat sie! Erstplatzierte wurden Andrii Madviuk (UKR) mit 14,58 km/h (knapp!) und Aileen Aringsmann mit 13,60 km/h (nicht so knapp).

Ein bemerkenswertes Doppel lieferte in der höchsten Serienwertung – insgesamt mehr als 100 km gelaufen – Melanie Rühle ab. Sie machte nicht nur deutlich vor Claudia Esdorf (ERDINGER Active Team) das Rennen, sondern tat das auch nahezu parallel zu ihrem Seriensieg der Winterlaufserie Wilhelmsburg im Inselpark, wo sie vor zwei Wochen als Inselkönigin auf dem Podest stand. Nun ist sie sozusagen „Inselkönigin mit 100 km Heldenstatus“! Schnellster 100 km-Held wurde Klaus Reinsberg mit 15,86 km/h deutlich vor Matthias Düwel (BSG Jungheinrich).

Apropos Tradition: Wie immer ist nach der Winterlaufserie vor der Winterlaufserie. Nummer 34 startet mit dem Auftaktlauf am 5. November 2023, die Anmeldung ist bereits unter winterlaufserie-hamburg.de möglich.

Ergebnisse

Serienwertung > 100 km

Männer

  1. Klaus Reinsberg, 15,86 km/h
  2. Matthias Düwel, 14,37 km/h
  3. Marcel Fell, 13,46 km/h

Frauen

  1. Melanie Rühle, 12,54 km/h
  2. Claudia Esdorf, 11,93 km/h
  3. Jessica Losch, 11,12 km/h

Serienwertung > 80 km

Männer

  1. Markus Fackler, 14,36 km/h
  2. Björn Befuß, 14,07 km/h
  3. Nils Bunge, 13,19 km/h

Frauen

  1. Ewa Kottsieper, 12,27 km/h
  2. Angelika Eggert, 12,25 km/h
  3. Annette Großbongardt, 10,92 km/h

Serienwertung > 60 km

Männer

  1. Andrii Madviuk (UKR), 14,58 km/h
  2. Yolan Chériaux (FRA), 14,52 km/h
  3. Felix Moser, 14,08 km/h

Frauen

  1. Aileen Aringsmann, 13,60 km/h
  2. Stephanie Schöffzeck, 12,50 km/h
  3. Claudia Hollingshausen, 12,06 km/h

Serienwertung > 40 km

Männer

  1. Steffen Lübke, 15,85 km/h
  2. Tom Lange, 14,88 km/h
  3. Marcus Güldenpfennig, 14,52 km/h

Frauen

  1. Lisa Femerling, 14,14 km/h
  2. Lola Hanisch, 12,98 km/h
  3. Mandy Styma, 11,81 km/h

Serienwertung > 20 km

Männer

  1. Finn Freitag, 16,54 km/h
  2. Robert Steiner, 16,46 km/h
  3. Aron Altinger, 16,35 km/h

Frauen

  1. Kamila Zabusova (UKR), WU16(!), 14,52 km/h
  2. Katharina Josenhans, 13,95 km/h
  3. Anja Carlsohn, 13,95 km/h

Zu den vollständigen Ergebnislisten (inkl. der Einzel- und Serienwertungen) bitte hier entlang. Eine umfangreiche Fotogalerie vom Abschlusslauf findet sich hier.

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