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Ragnar Wattenmeer
Staffellauf der Superlative

Ein Staffellauf mit 5 bis 10 Läufern pro Team ist sicherlich keine Besonderheit. Ein Staffellauf über 250 km, über Nacht und von Hamburg nach St. Peter-Ording hat hingegen schon einen gewissen Seltenheitswert. Dieses Erlebnis mit seinen besten Freunden vor dem Hintergrund eines malerischen UNESCO-Weltnaturerbes zu teilen, macht die Sache dann maximal erinnerungswürdig. Das Konzept ist simpel: Von jedem Team befindet sich ein Läufer stets auf der Strecke, während sich der Rest im Van zum nächsten von insgesamt 30 Wechselpunkten bewegt. Mehr erfahren…

Das Abenteuer führt von Hamburg nach St. Peter-Ording. Zwischen St. Pauli und St. Peter erwartet die Teilnehmer eine Vielzahl an Naturreservaten, idyllischen Städtchen und Ortschaften, ein Wechselpunkt direkt auf dem Nord-Ostsee-Kanal und fruchtbares Marschland wohin das Auge reicht – alles umgeben von einer angenehmen Meeresbrise… und der Gesellschaft unzähliger Schafe!

Der 250 kilometerlange Kurs unterteilt sich dabei in insgesamt 30 Streckenabschnitte, die abwechselnd von einem Teammitglied absolviert werden. Standardmäßig unternimmt man diese Aufgabe zu zehnt, sodass jeder Staffelläufer auf 3 Abschnitte und durchschnittlich 25 Kilometer kommt. Da die Abschnitte aber in ihrer Distanz zwischen 4 und 17 Kilometern variieren, wird es auch Teams mit unterschiedlicher Lauferfahrung ermöglicht, das Abenteuer Ragnar zu meistern. Wem das nicht genug Kilometer sind, der meldet als Ultra Team und tritt die Reise mit lediglich der Hälfte an Läufern an und entsprechend doppelter Distanz für jeden.

Ein besonderes Highlight stellen dabei die Nachtetappen dar. Denn, je nach Teamgröße, absolviert jeder Teilnehmer mindestens einen Abschnitt in der Dunkelheit. Wenn man erstmal allein am Deich unterwegs ist, die Hektik der Großstadt lange hinter sich gelassen hat, nur die Stirnlampe wenige Meter vor einem erhellt, die Geräuschkulisse ausschließlich aus Meeresrauschen besteht, man andere Teilnehmer nur anhand ihrer Reflektor-Westen in der Distanz erkennen kann, ja spätestens dann fühlt man sich der Natur sehr eng verbunden. Es überrascht nicht, wenn Veteranen behaupten, dass Ragnar seine vollständige Magie erst mit dem Einsetzen der Dunkelheit entfaltet. Dieses Gefühl wird nur noch von dem Moment getoppt, wenn man das Glück hat, einen der Abschnitte im Sonnenaufgang laufen zu können.

Seinen Ursprung hat dieses Format in den USA. Seit dem ersten Rennen in den Bergen von Utah hatte sich das Ragnar-Fieber wie ein Lauffeuer verbreitet. Nachdem es rund 40 verschiedene Rennen dieser Art allein in den Staaten gab, war die Expansion ins Ausland die logische Konsequenz. Mittlerweile gibt es Ragnar Relays u.a. in Australien, Mexiko, Kanada, Südafrika, England und eben Deutschland. Die Teilnehmer werden liebevoll Ragnarians genannt, was eine besonders naturaffine und abenteuerlustige Zielgruppe beschreiben soll.

Abenteuerlustig sollte man schon sein, denn Verlaufen gehört hier dazu! Es kann nämlich durchaus vorkommen, dass auf einer 250 kilometerlangen Strecke mal eine Streckenmarkierung verdreht oder entwendet wird. Um „Bonusmeilen“ einzuschränken, wird zwar digitales Kartenmaterial zur Navigation bereitgestellt, Ragnarians berichten aber immer wieder, dass es genau diese Momente sind, die das Erlebnis erst so richtig erinnerungswürdig machen. Auf einer der Medaillen heißt es treffend: „Das Abenteuer beginnt, wenn Dinge anfangen schief zu laufen.“

Am Wochenende des 21.–22. August 2021 ist es dann endlich wieder soweit, wenn die Liebe zum Laufsport und Entdeckerdrang Hand in Hand gehen. Wer bis Ende Januar ein Team registriert, profitiert noch von der günstigen Meldestufe.

Weitere Infos und Anmeldung unter runragnar.com/de

Ragnar Wattenmeer 2019 – Aftermovie

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