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Zum Jubiläum das heißeste Rennen seiner Geschichte

Es sollte das heißeste Rennen seiner Geschichte werden: Ausgerechnet zum Jubiläumstag des hella hamburg halbmarathon kletterte das Thermometer in Hamburg auf bis zu 34°. Zusätzliches Wasser wurde für die Läufer bereitgestellt und zusätzliche Duschen auf der Strecke. Es gab erhöhte Einsatz- und Alarmbereitschaft bei allen Helfern – und Last-Minute-Tipps für das Verhalten bei einem Hitzerennen wurden ausgegeben. An zahlreichen anderen kleinen Rädchen wurde noch bis zuletzt gedreht, um das Hitzerennen so erträglich wie möglich zu gestalten.

In sportlicher Hinsicht ebenfalls “heiß” war die Besetzung. Streckenrekorde waren in Anbetracht der hohen Temperaturen allerdings nicht zu erwarten, auch wenn später tatsächlich dem einen Läufer im Zieleinlauf ein “Bestzeit!” entfuhr. Streckenrekordhalterin Gladys Jeptepkeny (Kenia) stand mit der Startnummer 1 am Start. Ebenso Melat Yisak Kejeta (Laufteam Kassel), 2016 beim Alsterlauf Deutsche Meisterin 10 km geworden, Stephen Kiprotich (Olympiasieger 2012 und Weltmeister 2013 im Marathon), Anja Scherl (deutsche Marathonmeisterin 2019), Thea Heim (deutsche Vizemeisterin Halbmarathon 2019), Beatie Deutsch (israelische Marathonmeisterin 2019) und viele mehr.

Es war ein groß angelegtes Rennen, eines Jubiläums würdig, das der Hamburger Innensenator Andy Grote – erstmals bei diesem Lauf an der Startpistole – um 10.00 Uhr losschickte. 50 Sightseeing Punkte und 40 Sambabands sowie zahlreiche Zuschauer sorgten für Stimmung. Im Ziel warteten die Hamburger “Lauflegenden” Gabriele Schult und Steffen Benecke mit dem Zielband auf die Sieger. Schult und Benecke waren die letzten deutschen Sieger bei der Veranstaltung gewesen und sind auch Jahre nach dem Ende ihrer aktiven Zeit in der Hamburger Läuferszene noch gut bekannt (Benecke hielt u.a. über Jahre den Landesrekord im Marathon).

Eine ugandisch-kenianische Spitzengruppe führte das Feld an, drei Läufer waren es, die auf der Kennedybrücke zuerst die Kehre durchliefen, Stephen Kiprotich hielt seine Favoritenrolle durch und konnte sich gegen Ende noch eine halbe Minute von seinem Verfolger Geoffrey Ronoh absetzen. Bei den Frauen lag ebenfalls die Favoritin Melat Yisak Kejeta vorne, obwohl sie sich bereits bei KM 4 von einem Streckenrekord verabschiedet hatte. Sie gewann in deutlichen zwei Minuten vor Streckenrekordinhabern Gladys Jeptepkeny – und damit gab es zum ersten Mal seit Gabriele Schults Sieg vor 19 (!) Jahren wieder eine deutsche Siegerin. Zweitschnellste Deutsche: Svenja Ojstersek (ART Düsseldorf) mit deutlichen 10 Minuten Abstand. Schnellster deutscher Mann wurde Erik Hille (LG Telis Finanz Regensburg) auf Rang 7 und 1 ½ Minuten vor Pascal Dethlefs (TSV Glücksburg 09).

Anja Scherl (LG Telis Finanz Regensburg) und Christian Hiller (TH Eilbeck), der nach Halbmarathon-Bestzeit favorisierte Hamburger, stiegen aufgrund der Hitze aus. Sie waren nicht die einzigen: Sowohl im leistungsorientierten wie auch im Gesamtfeld taten das zahlreiche Läufer, insgesamt 4%. Dennoch gab es ausgerechnet auf der ansteigenden Zielgeraden bei “glühendem Asphalt” Schlusssprints: Bracha “Beatie” Deutsch, besagte israelische Marathonmeisterin (und Halbmarathon-Meisterin 2018) blieb nicht die einzige.

Benjamin Franke von hamburg running wurde schnellster Hamburger, innerhalb seines Vereins sogar mit überraschend deutlichem Vorsprung, insgesamt landete er auf Platz 13. Ebenfalls von hamburg running kam die schnellste Hamburgerin: Michaela Sarman-Lein wurde 11. Frau.

Die Top-Platzierungen (Bruttozeiten)

Männer

  1. Stephen Kiprotich (UGA), 1:04:11
  2. Geoffrey Ronoh (KEN), 1:04:43
  3. Haimanot Mateb Muluneh (ETH), 1:05:02
  4. Yimer Getahun (ISR), 1:06:05
  5. Tesama Moogas (ISR), 1:06:40
  6. Philip Langat (KEN), 1:06:49
  7. Erik Hille, LG Telis Finanz Regensburg, 1:08:15 (schnellster Deutscher)
  8. Kennedy Njogu Muhia (KEN), 1:09:14
  9. Alexander Muhia Njai (KEN), 1:09:36
  10. Pascal Dethlefs, TSV Glücksburg 09, 1:09:42

  1. Benjamin Franke, hamburg running, 1:11:35

Frauen

  1. Melat Yisak Kejeta, Laufteam Kassel, 1:11:29 (Gesamtsiegerin und schnellste Deutsche)
  2. Gladys Jeptepkeny (KEN), 1:13:22
  3. Tabitha Gichia Wambui (KEN), 1:15:33
  4. Yelena Dolinin (ISR), 1:16:29
  5. Marisa Casanueva Cabrero (ESP), 1:16:33
  6. Katalin Garami (HUN), 1:19:58
  7. Bracha Deutsch (ISR), 1:20:48
  8. Svenja Ojstersek, ART Düsseldorf, 1:21:30
  9. Camilla Elofsson (SWE), Huddinge AIS, 1:22:00
  10. Victoria Brandt, LAC Olympia 88 Berlin, 1:23:21
  11. Michaela Sarman-Lein, hamburg running, 1:23:46 (schnellste Hamburgerin)

Die vollständigen Ergebnislisten können hier eingesehen werden. Für eine umfangreiche Fotogalerie bitte hier entlang.

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